Glossar Sexen

Als Sexen bezeichnet man die Geschlechtsbestimmung beim Geflügel. Das Sexen wird durch Menschen per Hand in der Brüterei durchgeführt. Beim sogenannten Kloakensexen wird mit den Fingern leicht auf die Kloake gedrückt, so dass Penis bzw. Klitoris sichtbar werden. Weitere Verfahren sind das Federsexen an Hand der Entwicklung der Schwungfedern oder das Farbsexen an Hand der unterschiedlichen Farbe des Flaums beim Eintagsküken.

Das Sexen wird bei den Legerassen nach dem Schlupf durchgeführt, da nur die Hennen Eier legen, während die Hähne der Legerassen in Deutschland derzeit noch zur Fütterung in Falknereien, Reptilienhandlungen oder Zoos als Futter für Tiere eingesetzt werden, für die sonst Futtertiere extra gezüchtet werden müssten.

Auf Grund der zunehmenden ethisch begründeten Vorbehalte gegen diese Praxis wird derzeit intensiv an Alternativen geforscht.

Auch Puten werden nach dem Schlupf gesext, da männliche und weibliche Tiere unterschiedliche Anforderungen an die Haltung stellen, z.B. hinsichtlich Futter und Wachstum.

In der Hähnchenhaltung werden hingegen männliche und weibliche Tiere bis zur Schlachtung zusammen gehalten. Das Sexen findet hier folglich nicht statt.

 


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