Glossar Eintagsküken

Küken, die nicht älter als einen Tag sind, werden als Eintagsküken bezeichnet. Die Küken der Legerassen werden durch das sogenannte Sexen, d.h. durch die Bestimmung des Geschlechts, sortiert, denn nur die weiblichen Legehennen erzeugen Eier.

Die weiblichen Tiere, also die späteren Legehennen, werden in Junghennenaufzuchtbetriebe überführt, wo sie im Alter von zwanzig bis 22 Wochen die Legereife erreichen.

Die männlichen Küken werden mit CO2 zunächst betäubt und dann getötet. 45 Millionen männliche Eintagsküken werden pro Jahr in Deutschland getötet – weltweit sind es etwa 2,5 Milliarden.  Die männlichen Tiere werden in Deutschland von den Brütereien meist tiefgefroren an Falknereien, Reptilienhandlungen oder Zoos als Futter für Tiere verkauft, für die sonst Futtertiere extra gezüchtet werden müssten. Verschiedene Forschungsprojekte konzentrieren sich auf eine Geschlechtsbestimmung, die schon im Ei stattfinden kann. Eine praxisreife Lösung gibt es derzeit allerdings noch nicht. Alternativ dazu ist die Aufzucht der männlichen Tiere als Stubenküken.

Die Selektion männlicher Eintagsküken ist auch ein Problem im Bereich der Bio-Betriebe, da diese oftmals die gleichen Zuchtlinien verwenden.

Auch Puten werden nach dem Schlupf gesext, da männliche und weibliche Tiere unterschiedliche Anforderungen an die Haltung stellen, z.B. hinsichtlich Futter und Wachstum. Bei Puten und Hähnchen werden beide Geschlechter zur Fleischerzeugung genutzt.


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