07.02.2018

Fleisch­erzeugung geht im Jahr 2017 deutlich zurück

Im Jahr 2017 war die Fleisch­erzeugung durch deutsche gewerbliche Schlacht­unternehmen nach zuletzt leicht steigenden Werten rückläufig.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Fleischproduktion gegenüber dem Jahr 2016 um 2,0 % (-167 100 Tonnen) auf insgesamt 8,11 Millionen Tonnen. Damit liegt der Wert deutlich unter dem Produktions­ergebnis der gewerblich erzeugten Gesamt­schlachtmenge aus dem Vorjahr (8,28 Millionen Tonnen).

Die Geflügel­fleisch­erzeugung nahm im Jahr 2017 ebenfalls ab. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die produzierte Menge an Geflügelfleisch um 12 600 Tonnen oder 0,8 % auf gut 1,5 Millionen Tonnen. Damit ist dies neben dem Jahr 2015 erst der zweite Rückgang in der Geflügel­fleisch­produktion in den letzten 10 Jahren. Der größte Anteil an der Geflügelfleischproduktion entfiel auf Jungmast­hühnerfleisch (970 600 Tonnen); hier lag ein Produktions­zuwachs von 1,3 % vor, was 12 300 Tonnen entspricht. An Truthuhn­fleisch wurden insgesamt 465 600 Tonnen erzielt (-3,7 %; -17 700 Tonnen), womit die Zahlen seit dem Jahr 2010 auf einem relativ stabilen Niveau bleiben. Die Enten­fleisch­produktion verzeichnete mit 12,7 % oder rund 5 300 Tonnen weniger den stärksten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich die sinkende Produktion von Enten­fleisch seit dem Jahr 2013 fort. Regional gesehen konzentrieren sich die Geflügel­schlachtungen auf Niedersachsen (857 000 Tonnen) und Bayern (186 800 Tonnen).

Mit knapp 57,9 Millionen geschlachteten Tieren im Jahr 2017 gingen die Schlachtungen der Schweine gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % (-1,5 Millionen Tiere) zurück. Dabei sank das Schlacht­aufkommen von importierten Schweinen, die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden, deutlich um 18,0 % (-838 900 Tiere). Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Anzahl der geschlachteten Tiere inländischer Herkunft um 1,3 % (-689 600 Tiere) auf 54,0 Millionen Schweine. Insgesamt nahm dadurch die Schweine­fleisch­erzeugung um rund 127 600 Tonnen auf 5,45 Millionen Tonnen ab. Die Schweine­fleisch­erzeugung konzentriert sich schwer­punktmäßig auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (1,8 Millionen Tonnen) und Niedersachsen (1,7 Millionen Tonnen).
Schlachtungen von Rindern

Die Anzahl gewerblich geschlachteter Rinder sank ebenfalls gegenüber dem Jahr 2016 um 3,1 % (-110 600 Tiere) auf 3,5 Millionen Tiere. Zusammen­gefasst bedeutet das eine erzeugte Schlachtmenge von 1,12 Millionen Tonnen Rindfleisch, 2,3 % (-26 100 Tonnen) weniger als im Vorjahr. Führende Verarbeitungs­region der gewerblichen Rinder­schlachtungen ist das Bundesland Bayern (307 700 Tonnen), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (222 400 Tonnen).

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis), 07.02.2018

 

Die Original-Pressemeldung finden Sie hier.

 


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