16.01.2019

Agrarministerin Barbara Otte-Kinast: „Brexit hätte erhebliche Auswirkungen auf die niedersächsische Agrarbranche und die Fischerei"

Großbritannien ist ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche und insbesondere für niedersächsische Agrarerzeugnisse

HANNOVER. In Großbritannien ist ein sogenannter „harter Brexit" näher gerückt. Das betrifft auch die niedersächsische Agrarbranche. Großbritannien ist ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche und insbesondere für niedersächsische Agrarerzeugnisse. Außerdem ist die Fischerei betroffen. Dazu äußerte sich Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast in einer Pressemitteilung.

Die Exporte von Gütern der Ernährungswirtschaft aus Niedersachsen in das Vereinigte Königreich betrugen 2017 rund 815 Millionen Euro (deutschlandweit: 4,7 Milliarden Euro). Die Einfuhren belaufen sich auf 132 Millionen Euro (deutschlandweit: 1,5 Milliarden Euro). Damit übersteigen die niedersächsischen Exporte die Importe um rund 683 Millionen Euro (deutschlandweit 3,2 Milliarden Euro).

Ein „harter Brexit" würde unmittelbar Grenzkontrollen und die Erhebung von Zöllen nach sich ziehen. Angesichts der Handelsmengen wären ein erheblicher zusätzlicher Aufwand bei den zuständigen Behörden und auch Verzögerungen in der Abwicklung zu erwarten. „Die niedersächsische Agrarwirtschaft hat ein großes Interesse an engen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen", erklärte Agrarministerin Barbara Otte-Kinast.

Eine besondere Betroffenheit ergibt sich für die Fischerei, da die britische Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) ein wichtiges Fanggebiet für deutsche Fischer ist.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 16.01.2019, gekürzt

 

WING Lesetipp:

Hans-Wilhelm Windhorst, WING, Universität Vechta, Juli 2018

 

 


 

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