Nachhaltigkeit Geflügel - Geflügelwirtschaft


07.10.2014

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   Zur Bedeutung von Fütterung und Haltung für die Fußballengesundheit beim Mastgeflügel

Prof. Dr. J. Kamphues
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Tierernährung

 

1 Einleitung

In der Haltung des Mastgeflügels ergeben sich zunehmend Herausforderungen, die primär durch Forderungen nach einem Mehr an Tierschutz, Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz bestimmt sind. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Fußballengesundheit noch an Bedeutung, entsprechend vielfältig sind die Bemühungen um eine Entschärfung des Problems „Fußballenentzündung“. Aus tierärztlicher Sicht handelt es sich dabei um ein multifaktorielles Geschehen, das in der Zucht, der Haltung und der Fütterung in seiner Bedeutung für das Ansehen der Tierhaltung insgesamt erkannt wurde und so auch eine wissenschaftliche Bearbeitung erfuhr. Im vorliegenden Beitrag geht es aber nicht um eine Deskription von Häufigkeit und Intensität dieser Störungen der Fußballengesundheit, sondern fokussiert um Ansätze, die auf ein tieferes Verständnis und die Vermeidung dieses Krankheitsbildes zielen.

In diesem Zusammenhang hat gerade die Fütterung ganz spezifische Funktionen, da über das Futter (und Wasser) sowohl direkt wie auch indirekt (d. h. über die Beeinflussung der Zusammensetzung der Exkremente und der Einstreuqualität) eine ganz entscheidende Einflussnahme möglich ist. Mit diesem Beitrag sollen entsprechende Ergebnisse aus jüngeren wissenschaftlichen Studien vorgestellt und auch neuere Erkenntnisse aus experimentellen Untersuchungen bekannt gemacht werden, die teils noch der Bestätigung in der Praxis und einer Absicherung über die Zeit bedürfen, was ihre möglichen Konsequenzen für die Fußballengesundheit betrifft.

Dabei basieren die nachfolgenden Ausführungen auf einer eigenen früheren Übersichtsarbeit (KAMPHUES et al. 2011), die durch neuere experimentelle Studien an Broilern und Mastputen ergänzt wurde.

 

2 Fußballengesundheit und ihre Störungen

Die Haut an der Unterseite des Fußes ist beim Geflügel entsprechend der mechanischen Belastung stärker ausgebildet als z. B. an befiederten Körperregionen. Am Fußballen, der die Hauptlast der Körpermasse trägt, d. h. einem besonderen Druck ausgesetzt ist, kommen u. a. spezielle subkutane Fettkörperchen, die Metatarsal- und Digitalballenpolster, vor. Ähnlich den Veränderungen der Haut an anderen Lokalisationen des Körpers kommt es bei fortgesetzter Beanspruchung oder Irritation auch am Fußballen zunächst nur zu einer stärkeren Verhornung („Schwielenbildung“), evtl. auch sehr oberflächlichen Zusammenhangstrennungen in den verhornten äußeren Epithelschichten (Rhagaden; „Risse“).

Die histopathologische Befundung veränderter Fußballen zeigt nach MAYNE et al. (2007b) bei schwerer Ausprägung eine forcierte Beteiligung entzündlicher Prozesse, überschießende Verhornung (Ansammlung von Keratinmassen), tief reichende Rhagaden, Flüssigkeitsansammlungen in der Epidermis, Nekrosen typischer Hautbestandteile wie auch von Gefäßen und schließlich eitrige Veränderungen in der Tiefe, bis in die Gelenke hinein reichend.

Einen sehr detaillierten Bewertungsschlüssel für die Veränderungen am Fußballen entwickelten MAYNE et al. (2007b), die bei insgesamt 8 Graden (Score 0 - 7) die gesamte Entwicklung und Bandbreite von Veränderungen berücksichtigen (0 = gesund, d. h. ohne Veränderungen; 7 = über die Hälfte der Fläche des Fußballens ist „schwarz“, d. h. nekrotisch verändert).

Hochgradige Veränderungen der Fußballenhaut stellen unstrittig einen tierschutzrelevanten Zustand dar, da hierbei die Tiere Schmerzen empfinden (mit der Folge reduzierter Bewegungsaktivität und auch eingeschränkter Futter- und Wasseraufnahme) und leiden (LESSMANN und PETERMANN 2011). Eine höhere Frequenz schwerer Fußballenveränderungen verdient auch aus Sicht des Verbraucherschutzes Interesse: Zum einen können nur gesunde Füße als Lebensmittel genutzt werden (gesunde Ständer wurden zu einem ökonomisch interessanten Exportprodukt; vgl. auch SHEPERD u. FAIRCHILD 2010), zum anderen stellen tiefer reichende Wunden der Haut evtl. sogar einen Eintragspfad für Keime dar (SCHULZE KERSTING 1996; Risiken für die Lebensmittelsicherheit). Schließlich verdient Erwähnung und ist für die Praxis von besonderem Interesse, dass in Herden mit höherer Frequenz von Fußballenerkrankungen auch andere Veränderungen an Haut und Unterhaut gehäuft beobachtet werden, insbesondere in Form von „Brustblasenveränderungen“ und ähnlichen Läsionen, die nicht zuletzt auch Anlass für eine höhere Rate „verworfener“ Tiere (= beanstandete, nicht zum Verzehr freigegebene Schlachtkörper/Tiere) geben.

Für die Einschätzung der Fußballenerkrankungen als tierschutzrelevanten Sachverhalt ist die Häufigkeit schwerer Formen der FPD besonders hilfreich.

In einer sehr breit angelegten Feldstudie (u. a. auf 24 Betrieben in 7 Bundesländern und einer klinischen Untersuchung von 11860 Mastputen) der Universität Leipzig zu „Indikatoren einer tiergerechten Mastputenhaltung“ wurden in den Jahren 2007 - 2009 auf sieben deutschen Schlachthöfen entsprechende Bonitierungen vorgenommen und dabei

  • von 7800 Putenhähnen 21,1 % bzw.
  • von 8400 Putenhennen 29,5 %

als von „hochgradigen Fußballenveränderungen“ betroffen, klassifiziert (KRAUTWALD-JUNGHANNS und FEHLHABER 2009).
Nicht ganz so hoch liegen die Zahlen für entsprechende Veränderungen bei den Masthühnern, aber auch hier sind zwischen 7 und 25 Prozent als klinisch relevant bzw. hochgradig bewertet worden (in den NL z. B. HARN und VELTKAMP 2011).

Auch nach einer normalen Legephase zur Schlachtung angelieferte Legehennen aus der Bodenhaltung zeigen bis zu 40 % sehr deutliche Störungen der Fußballengesundheit, und zwar in Abhängigkeit vom Haltungsverfahren.


3 Der Wassergehalt der Exkremente und Einstreu als Agens und Noxe sowie als Resultante diverser Fütterungs- und Haltungseinflüsse

3.1 Trockensubstanz- bzw. Feuchtegehalte in den Exkrementen
Unter den Einflussfaktoren auf die Qualität der Einstreu (oder besser des Exkremente-Einstreu-Gemisches) kommt dem TS- bzw. Feuchte-Gehalt („Rohwasser“, bei einer Temperatur von 103°C bestimmt) in den Exkrementen (=gemeinsam ausgeschiedener Kot und Harn) eine dominierende Bedeutung zu. Dabei wird der TS-Gehalt in den Exkrementen im Wesentlichen durch zwei Faktoren bestimmt, nämlich den Wassergehalt im Chymus des Enddarms sowie die insgesamt produzierte Harnmenge. Vor diesem Hintergrund verständlich ist die häufige, aber absolut unzutreffende Charakterisierung „dünnerer Exkremente“ mit „Durchfall“, weil es sich dabei häufig nur um eine forcierte Ausscheidung von Harn handelt. Sowohl Verdauungsstörungen mit der Folge einer verminderten Wasserabsorption aus dem Enddarm als auch eine größere Harnmengenproduktion können also die „Feuchte“ der Exkremente massiv beeinflussen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach dem „normalen“ TS-Gehalt in frisch abgesetzten Exkrementen des Geflügels.

Der entscheidende Vorteil einer TS-Bestimmung in den Exkrementen (frisch abgesetzt und unmittelbar getrocknet) im Vergleich zu dem häufiger genutzten Parameter „TS-Gehalt in der Einstreu“ ist der Ausschluss störender Einflüsse der Einstreu, einer mangelnden Repräsentativität (Anteile von Einstreu bzw. Exkremente in der Probe) sowie der im Stall je nach Lokalisation (Nähe zu den Tränken) evtl. sehr stark differierende TS-Gehalt.

Die TS-Gehalte frisch abgesetzter Exkremente variieren bei Broilern, Mastputen und auch Legehennen (entsprechende Zusammenstellungen von Literaturdaten siehe KAMPHUES et al. 2011) um Werte von unter 200 g TS je kg ursprünglicher Substanz.

Die Bedeutung von Umwelteinflüssen auf den TS-Gehalt der Exkremente geht beispielhaft aus früheren Untersuchungen von HOPPE (1997) hervor, der für nur einen Tag Jungputen

(4 Wochen alt) einer Stalltemperatur von 35° C aussetzte. Bei einer um ca. 60 % höheren Wasseraufnahme wird unter dem Einfluss einer hohen Umgebungstemperatur zwar deutlich mehr Wasser abgeatmet, aber auch über die Exkremente stieg die Wasserabgabe kurzfristig um ca. 40 %, d. h. hier variierten die TS-Gehalte dann um ca. 120 g/kg uS!

Der TS-Gehalt der Exkremente ist dann wiederum eine entscheidende Determinante für den TS-Gehalt des Einstreu-Exkremente-Gemisches, auf dem die Tiere sich bewegen bzw. kontinuierlich aufhalten. Diese Beziehungen erlauben letztlich „Bilanzierungsansätze“, wie es mit nachfolgender Abbildung verdeutlicht werden soll.

Abb. 1: Der Feuchtegehalt in der Einstreu - eine Resultante aus Wasser-Einträgen und
-Austrägen (KAMPHUES 2011)

 

Die vermehrte Feuchte in der Einstreu (und im Stall insgesamt) ist prinzipiell auch über eine entsprechende Klimagestaltung aus dem Stall zu entfernen, zumindest wenn (über die Nutzung zusätzlicher Energie) eine entsprechende Umluftrate die feuchte Stallabluft aus dem System herausbringt. Die Energiekosten setzen diesem Ansatz jedoch Grenzen, so dass insbesondere über die Seite der „Einträge“ das Problem entschärft werden muss. Die Abtrocknung der Einstreu (an der Oberfläche oder auch in der Tiefe) kann aber unter zwei in der Praxis bekannten Situationen erschwert oder weitgehend verhindert werden: Zum einen kommt es nicht selten zur Ausbildung von oberflächlichen „Schichten“, die fast nur aus Exkrementen bestehen (obwohl tiefer liegende Einstreuschichten noch gar nicht besonders feucht sind); zum anderen ist bei hoher Besatzdichte zum Ende der Mast die Abdeckung der Einstreu durch die Tierkörper derart flächendeckend, dass die trockenere Frischluft gar nicht mehr die Feuchte der Exkremente bzw. -schicht erreicht, und diese deshalb nicht mehr abtrocknet.

Für die Abgabe von Feuchte aus dem Gemisch von Exkrementen und Einstreu haben u. a. das Futter bzw. die Futterzusammensetzung sowie die Futterstruktur und -konfektionierung (d. h. die FM-Technologie;  Temperaturen  Inaktivierung von NSP-spaltenden Enzymen), aber auch die Art und Qualität der Einstreu selbst eine Bedeutung.
Von größter praktischer Relevanz ist die Frage nach dem „kritischen Feuchtegehalt“ in der Einstreu, d. h. der Wert, der die Entwicklung von Fußballenerkrankungen ermöglicht oder gar forciert.

Bei hohen Feuchtegehalten in der Einstreu (> 70 %) wurden im Feld wie auch in experimentellen Untersuchungen häufiger und ausgeprägtere Formen von Fußballenerkrankungen bei Broilern und Puten beobachtet (MARTLAND 1984, 1985; MAYNE et al. 2007b).

Hierbei verdient besondere Erwähnung, dass es zur Auslösung und Entwicklung der typischen Fußballendermatitis eben nicht eines Kontaktes zu den Exkrementen (und darin enthaltenen „hautirritierenden“ Stoffen, Substanzen oder gar Keimen) bedarf, sondern auch mit reinem Wasser (d. h. mit kontinuierlicher Entfernung aller abgesetzten Exkremente) schwere Veränderungen an der Haut des Fußballens zu provozieren sind (YOUSSEF et al. 2011a, Abb. 2).

Wurden dem Dest.-Wasser noch Ammoniumchlorid oder auch Harnsäure zugesetzt, blieb das ohne zusätzliche Effekte, d. h. die initialen Veränderungen wurden schon allein durch destilliertes Wasser ausgelöst.

Abb. 2: Die Entwicklung von Fußballenveränderungen (Score nach MAYNE et al. 2007b) bei jungen Mastputen, die täglich für 8 Stunden auf sehr feuchten Hobelspänen (~ 73 % Feuchte) ohne Kontakt zu Exkrementen gehalten wurden (YOUSSEF et al. 2011a)

Abb. 3: Histopathologische Scores der Fußballen junger Puten am Versuchsende (Tag 35) in Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt der Einstreu (Hobelspäne) und Expositionsdauer (ABD EL-WAHAB et al. 2012a)

In noch detaillierteren Untersuchungen prüften ABD EL-WAHAB et al. (2012a) unterschiedliche Feuchtegehalte und Expositionszeiten (4 bzw. 8 Stunden). Wie aus Abb. 3 deutlich hervorgeht, ergaben sich erste signifikant nachteilige Effekte auf die Fußballengesundheit bei einem Feuchtegehalt von 35 % und einer täglichen Exposition von nur 4 Stunden. Die Versuchsergebnisse lassen auch eindeutig additive Effekte erkennen, d. h. Feuchte und Zeit wirken in erheblichem Maße in Verbindung.

Auch in früheren Studien sahen MAYNE et al. (2006) Feuchtegehalte der Einstreu im „Bereich“ von 35 % als kritisch an, da hierbei eben erste forcierte Veränderungen an den Fußballen beobachtet wurden.

Aus klinischer Sicht sprechen JODAS und HAFEZ (2000) von einer „feuchten Einstreu“, wenn die Feuchte-Werte die 40-%-Grenze überschreiten, sodass als Richtwerte für das Einstreumanagement nur maximal 25 - 30 % Feuchte in der Einstreu toleriert werden sollten.

Wenn nun der Feuchte in der Einstreu eine ursächlich so bedeutende Rolle für die Fußballenerkrankung des Geflügels zukommt, so stellt sich die Frage nach den wesentlichen Einflussfaktoren, die nachfolgend mit/in der Abb. 4 zusammengetragen/dargestellt sind.

Abb. 4: Schematische Darstellung zu möglichen Ursachen für eine „feuchte Einstreu“ (Hauptursache der Fußballenerkrankung im Geflügelbestand; modifiziert nach KAMPHUES et al. 2009)

 

4 Einflüsse der Fütterung auf die Fussballengesundheit beim Nutzgeflügel

In vielfältiger Weise kann die Fütterung an der Entwicklung von Fußballenveränderungen beteiligt sein, und zwar hauptsächlich über indirekte Effekte, d. h. über die „Fütterung“ und/oder Tränkwasserversorgung verliert die Einstreu die angestrebte Qualität (trocken und locker). Andererseits bedarf es der Erwähnung, dass es auch eine Reihe direkter Effekte gibt, d. h. bestimmte Nährstoffe (im Mangel bzw. im Überschuss) können die Funktion und Integrität sowie Regenerationsvorgänge an der Haut spezifisch beeinflussen. Beide prinzipiellen Möglichkeiten bedürfen nachfolgend der Berücksichtigung und Erläuterung.

4.1 Fütterungsniveau bzw. -intensität
Bei einer in der Geflügelhaltung üblichen ad libitum-Fütterung ist es im Wesentlichen eine Variation in der Energiedichte des Futters, die von Bedeutung sein könnte. Mit höheren Fettgehalten ist die Energiedichte zu steigern, bei betont faserreicher Mischfutterkonzeption ist die Energiedichte auch entsprechend niedriger. Mögliche Auswirkungen auf die Einstreuqualität ergeben sich theoretisch aus Veränderungen in den Futtermengen und den Mengen an Exkrementen (Verdaulichkeit des Futters).

4.2 Mischfutterzusammensetzung
Die Mischfutterzusammensetzung bedarf einer besonders detaillierten Darstellung, diesbezügliche Variationen reichen von der Art und dem Anteil bestimmter Komponenten über die chemische Zusammensetzung (u. a. Nähr- und Mineralstoffgehalte) bis hin zu Fragen der Technologie in der Mischfutterproduktion und der möglichen Gehalte an unerwünschten Stoffen (u. a. Mykotoxine).

Unter den „Majorkomponenten” gängiger Geflügelmischfutter verdienen die verschiedenen Getreidearten sowie die wichtigsten Einzelfuttermittel, die primär als Proteinlieferanten Verwendung finden, besondere Erwähnung. Anders ist die Situation bei den proteinreichen Futtermitteln: Hier liegen verschiedene publizierte Untersuchungen vor, die sich mit dem Sojaextraktionsschrot im Speziellen, einer möglichen Kombination pflanzlicher und tierischer Eiweißträger sowie dem Ersatz konventioneller Proteinträger befassen, wobei dann - speziell oder nebenbei - auch die Fußballengesundheit erfasst wurde.
Nach älteren (z. B. JENSEN et al. 1970) wie auch neueren Studien (NAGARAJ et al. 2006; MAYNE et al. 2007a, b; YOUSSEF et al. 2011c) werden hohe Anteile an Sojaextraktionsschrot als eindeutig nachteilig angesehen, weil hierdurch Frequenz und Schweregrad der FPD gefördert werden. Hierfür werden u. a. Veränderungen in der Qualität der Exkremente verantwortlich gemacht (eher „klebrige“ Konsistenz; „sticky consistency“); des Weiteren werden mit dem Sojaextraktionsschrot unweigerlich höhere K-Mengen zugeführt, welche die Tränkwasseraufnahme stimulieren und entsprechend feuchtere Exkremente zur Folge haben (vgl. auch YOUSSEF et al. 2011c). YOUSSEF et al. (2011c) versuchten in ihren experimentellen Studien mit jungen Puten, diese nachteiligen „Soja-Effekte“ zu differenzieren. Hiernach haben der Gehalt an Kalium sowie an Oligosacchariden ihre „spezifischen“ Auswirkungen, aber die entscheidende Veränderung betraf zunächst schon die Wasseraufnahme der Tiere (Sojaextraktionsschrot > K-Zulage > Oligosaccharid-Zulage > Kontrolle).

Vor diesem Hintergrund wurden in einer weiteren Versuchsreihe diverse Alternativen zum Einsatz von Sojaextraktionsschrot näher untersucht, insbesondere was seinen partiellen Ersatz im Mischfutter für Masthähnchen und Mastputen angeht und zwar in Form

  • eines „besonderen“ Sojaextraktionsschrotes, das technologisch bedingt durch massiv reduzierte Gehalte an Kalium und Oligosacchariden gekennzeichnet ist (KÖLLN in prep.),
  • sehr hoher Anteile an einem besonderen Rapsprodukt (Expeller), dessen Gehalt an ANF entsprechend gering war (KÖLLN und KAMPHUES 2013),
  • eines stärkeren Einsatzes von Proteinträgern tierischer Herkunft (ABD EL-WAHAB et al. 2013b).

Bei dem Austausch von üblichem Sojaextraktionsschrot durch das besonders Kalium- und Oligosaccharid-arme neue Produkt ergaben sich – bei tendenziell leicht geringerer Futteraufnahme und geringen Einbußen im Mastendgewicht – dosisabhängig deutlich geringere/günstigere Werte für die Fußballengesundheit (Score in der Kontrolle: 4,56 ± 0,846; bei höchstem Anteil (18 %) des besonderen Sojaextraktionsschrotes: 3,33 ± 1,03).

Auch mit guten Rapsprodukten im Austausch für Sojaextraktionsschrot lässt sich die Fußballengesundheit günstig beeinflussen. Bei einem Rapsanteil im Mischfutter von 20 % waren die Fußballenveränderungen, d. h. der mittlere Score in der Gruppe, auch auf ca. 60 % reduziert, d. h. nahezu halbiert worden.

Tab. 1: Leistungsparameter, Einstreuqualität sowie die Fußballenveränderungen bei Masthähnchen nach Einsatz von Rapsextraktionsschrot zur partiellen Substitution von Soja (KÖLLN und KAMPHUES 2013)


 In einer Studie unter praxisähnlichen Bedingungen wurde Sojaextraktionsschrot und Rapsextraktionsschrot partiell durch Hämoglobinpulver, Fischmehl sowie Sojaextraktionsschrot ersetzt, und zwar in der Putenmast (Hennen, 16 Wochen). Entsprechend den reduzierten K-Gehalten im Futter ergaben sich hier ganz erheblich günstigere Werte für die Fußballengesundheit (ABD EL-WAHAB et al. 2013b).

Tab. 2: Fußballenveränderungen bei Putenhennen am Mastende nach Einsatz unterschiedlicher Proteinträger in der Mast (nach ABD EL-WAHAB et al. 2013b)

 

 

4.3 Mischfutterbearbeitung/-herstellung

Für die Mischfutterindustrie wie für die Tierhalter ist die Frage einer möglichen Beeinflussung der Fußballengesundheit durch die Mischfuttertechnologie von erheblichem Interesse. Hierbei geht es zum einen um die Art und Intensität der Zerkleinerung von Komponenten (unterschiedliche Partikelgröße im Mischfutter), zum anderen dürfte der thermischen Beanspruchung bei der Mischfutterherstellung eine besondere Bedeutung zukommen.

Mit der Einwirkung von höheren Temperaturen sind erhebliche Möglichkeiten gegeben. So führt eine Konditionierung (vor der Pelletierung) mit 95°C anstelle von 70°C des Mischfutters zu massiv veränderten Viskositäten im Darminhalt (11,1 statt 4,12 cps), so dass hierdurch wiederum die Wasseraufnahme und Wasserabgabe über die Exkremente beeinflusst werden. Von höchster Relevanz für die Wasserbindung im Chymus - und in den Exkrementen? - war die Pelletpressen-Auslasstemperatur (SAMARASINGHE et al. 2000). Nach entsprechenden Fütterungsversuchen mit Puten entwickelten sie Formeln zur Schätzung/Vorhersage der Wasseraufnahme und fanden hierbei mit der „Futterviskosität“, dem K-Gehalt im Futter und der Pelletpressen-Temperatur die wichtigsten Einflussgrößen.

Vor diesem Hintergrund sind auch neuere experimentelle Arbeiten von ABD EL-WAHAB et al. (2012b) zu erwähnen, in denen bei absolut identischer Mischfutterzusammensetzung (Art und Anteil von Komponenten/chem. Zusammensetzung) die Mischfutterkonfektionierung („Extrudat“) einen sehr deutlichen, d. h. negativen Effekt auf die Einstreuqualität und Fußballengesundheit von Broilern hatte (Tab. 3).

Das hier verwendete Alleinfutter hatte folgende Zusammensetzung: Weizen (64 %), Sojaextraktionsschrot (30 %), Sojaöl (2 %), Mineralfutter (2,5 %). Der Rp-Gehalt betrug 205 g/kg und der K-Gehalt 8,8 g/kg.

Tab. 3: Effekte einer unterschiedlichen Mischfutterkonfektionierung, -technologie und
-struktur auf den Feuchtegehalt der Einstreu und die FPD bei Broilern am Mastende (ABD EL-WAHAB et al. 2012b)


Die bei dem Extrudat grundsätzlich niedrigeren TS-Gehalte in der Einstreu und deutlich ungünstigeren Werte für die Fußballengesundheit lenken die Aufmerksamkeit auf die Mischfuttertechnologie und die Einwirkung höherer Temperaturen. Diverse Nachuntersuchungen an den Mischfutterproben aus der o. g. Studie (Abd El-Wahab et al. 2012 b) führten zur Aufdeckung der eigentlichen ursächlichen Zusammenhänge: In Abhängigkeit von Einflüssen der Temperatur ergaben sich Einbußen in der Aktivität NSP-spaltender Enzyme (Verluste an Xylanase!), da diese Enzymzusätze schon vor der Kompaktierung erfolgten. Nachfolgende Kalkulationen am Datenmaterial aus den o. g. Versuchen ließen dann erkennen, dass Aktivitätsverluste bei diesen Enzymen die Wasserabgabe aus dem Exkremente-Einstreu-Gemisch bestimmen (d. h. weniger die forcierte Wasserabgabe über die Exkremente ist das Problem, als vielmehr die beeinträchtigte Wasserabgabe aus den Exkrementen (Abd El-Wahab et al. 2014).

5 Haltungseinflüsse auf die Fußballengesundheit

5.1 Einstreuqualität und –management
Bei der Bodenhaltung von Nutzgeflügel wird immer auch eine Einstreu erforderlich sein, die nach KAMPHUES (2011) verschiedene Funktionen hat, z. B.

  • Isolation zwischen dem Boden und dem Tier (Wärme-/Energieabfluss je nach Temperaturdifferenz und Wärmeleitfähigkeit),
  • Aufnahme/Bindung der mit den Exkrementen abgegebenen Feuchte (Vermeidung einer Bildung von „Exkremente-Schichten“),
  • Ermöglichung von arttypischen Verhaltensmustern (wie Scharren, Picken, Hudern u. ä.),
  • Förderung der Wasserabgabe/Ermöglichung der Trocknung (Verdampfung an möglichst großen Oberflächen in der Einstreu),
  • Sicherung einer vollständigen/leichten Entfernung des gesamten Einstreu-Exkremente-Gemisches am Produktionsende.

Unbestreitbar ist eine zunehmende Besatzdichte mit größeren Risiken für die Einstreuqualität und die Tiergesundheit und hier insbesondere mit Fußballenerkrankungen und anderen Alterationen der Haut (Brustblasen u. ä.) verbunden (SPINDLER 2005).

Im Wesentlichen sind es aber nur zwei Faktoren, die bei hoher Besatzdichte die zunehmenden Risiken für die Einstreuqualität und die Fußballengesundheit bestimmen: Zum einen bedeutet eine höhere Besatzdichte eine höhere Futter- und Wasseraufnahme und damit verbunden eine höhere Exkrementemasse pro Fläche und Zeiteinheit, d. h. es muss mehr Feuchtigkeit in gleicher Zeit aus der Einstreumasse und aus dem Stall entfernt werden. Zum anderen steigt auch die Tierzahl je Fläche, d. h. es wird ein immer größerer Anteil der Grundfläche/Einstreuoberfläche durch die Tiere „abgedeckt“; die zugeführte Frischluft trifft zwar noch die Tiere, aber immer weniger die Einstreuoberfläche, wo die Luftbewegung gebraucht wird, damit Wasser aus den Exkrementen bzw. dem Einstreu-Exkrementegemisch entfernt/abtransportiert werden kann.

Des Weiteren unbestreitbar hat das Einstreumanagement einen maßgeblichen Einfluss auf die Einstreuqualität, ein Nachstreuen oder ein Auflockern sind in der Praxis der Putenmast bekannte, im Bedarfsfall auch übliche Maßnahmen. Dennoch ist es hier erforderlich, auf die besondere Bedeutung der Exkremente hinzuweisen: Unter den üblichen Bedingungen einer Broilermast (ohne Nachstreuen) stammen am Ende der Mast allgemein über 90 % der Trockenmasse des Einstreu-Exkremente-Gemisches aus den Exkrementen, d. h. repräsentieren im Wesentlichen das unverdaute Futter, während der aus der Einstreu stammende Anteil kaum 10 % ausmacht (Abb. 5). Vor diesem Hintergrund verdient die Fähigkeit der Exkremente zur Wasserabgabe an die Stallluft vermutlich eine viel stärkere Beachtung: Hierbei dürfte eine „partikuläre“ Beschaffenheit der Exkremente die Wasserabgabe wesentlich fördern/erleichtern, während eine fein-pastöse Masse eher nachteilig wirken dürfte. Des Weiteren verdient dann die Wasserbindung „unverdauter“ Kohlenhydrate in den Exkrementen eine ganz andere, d. h. stärkere Beachtung (s. Abd El-Wahab et al. 2014). 

Abb. 5: Veränderungen der Relation von Einstreu und Exkrementen in dem „Einstreu-Exkremente-Gemisch“ (Dung) bei der Bodenhaltung von Broilern (ohne Nachstreuen) nach KAMPHUES (2011)

Unter den Möglichkeiten, über Maßnahmen der Haltung die Fußballengesundheit zu fördern bzw. die FPD zu vermeiden, hat eine Fußbodenheizung das größte Potential. Selbst massivste Fehler in der Mischfutterkonzeption (exzessive Na-/K-Gehalte) blieben unter diesen Bedingungen ohne nachteiligen Einfluss auf die Fußballengesundheit, da die Einstreu trocken blieb (ABD EL-WAHAB et al. 2011b).

Bezüglich der Eignung diverser Einstreumaterialien kommt vermutlich der „Struktur“ und der damit verbundenen Abgabe von Wasser an die Stallluft eine größere Bedeutung zu als der bisher so betonten „Wasserbindung“ (s. Lignocellulose: YOUSSEF et al. 2010; ABD EL-WAHAB et al. 2011a) des Einstreumaterials.

 

6. Infektionen des Verdauungstraktes

In einer epidemiologisch ausgerichteten Feldstudie befassten sich HERMANS et al. (2006) mit dem Problem „wet litter“ und den entsprechenden Risikofaktoren in der Broilermast. Unter den britischen Produktionsbedingungen waren demnach 75 Prozent der Betriebe mindestens einmal pro Jahr von dem Problem „wet litter“ betroffen, und zwar mit einer besonderen Häufung in den Wintermonaten.

Von den insgesamt 338 Farmleitern, die in dieser Studie (Fragebogenaktion) mitwirkten, gaben 187 Teilnehmer infektionsbedingte Darmerkrankungen als primäre Ursache an, während in 91 Fällen eine „nicht infektiöse“ Auslösung als wahrscheinlich vermutet bzw. sicher nachgewiesen wurde. Bei den „Infektionen“ standen Enteritiden (40,6 %), Kokzidien (12,3 %) und Virusinfektionen (11,2 %) im Vordergrund der Nennungen, während bei den nicht-infektiösen Ursachen technische Probleme mit der Ventilation (28,9 %), Mängel in der Tränketechnik (23,5 %) und Abweichungen in der Futterzusammensetzung (4,3 %; leider ohne nähere Informationen) am häufigsten genannt wurden.

Bei dem Einfluss „feuchter“ Exkremente auf die Qualität der Einstreu ist eine ursächliche Beteiligung von Infektionen des Verdauungstraktes am Vorkommen und an der Ausprägung der Fußballenerkrankungen beim Geflügel zu erwarten und von verschiedenen Autoren immer wieder herausgestellt worden (z. B. EKSTRAND et al. 1998). Hierbei sind zum einen die Kokzidien, zum anderen aber auch bakterielle Erreger (Clostridium perfringens und E. coli) sowie eher allgemein „Dysbiosen“ im Verdauungskanal als Ursache einer feuchten Einstreu bekannt.

Vor diesem Hintergrund verdienen neuere Arbeiten von ABD EL-WAHAB et al. (2012c) Erwähnung, in denen die Bedeutung einer Kokzidiose (experimentelle Infektion) für die Exkremente- und Einstreuqualität sowie für die Fußballengesundheit näher geprüft wurden, und zwar mit jungen Mastputen bei einer Haltung ohne bzw. mit Fußbodenheizung: Unabhängig von der Nutzung der Bodenheizung war mit höheren Oozysten-Zahlen/g „Kot“ ein Trend zu höheren Feuchtegehalten in den Exkrementen auffällig (s. Abb. 6), andererseits war dies aber nur dann mit einer stärkeren Ausprägung der FPD verbunden, wenn hierbei auch die Einstreuqualität nachteilig verändert war. Bei Nutzung der Bodenheizung und dadurch höheren TS-Gehalten in der Einstreu war kaum ein „spezifischer Effekt“ der experimentellen Infektion erkennbar.

Abb. 6: Oozystenanzahl in Poolproben von Exkrementen junger Puten im Verhältnis zum TS-Gehalt in den Exkrementen (%, Mittelwert ± s) über den gesamten Versuchszeitraum hinweg; Klassifizierung der Oozystenanzahl „log 10/g Exkremente“ in 3 Kategorien: gering = log10 0-2; mittel = log10 2-3,5; hoch = log10 >3,5; ABD EL-WAHAB et al. (2012c)

Die besondere Bedeutung der Feuchte an der Oberfläche des Einstreu-Exkremente-Gemisches für die Überlebens- und Vermehrungschancen von Salmonellen und E. coli betonen MALLINSON et al. (2001), wobei die Autoren als entscheidend die parallel zu erwartenden Veränderungen im aw-Wert (Maß für freies, nicht gebundenes Wasser) ansehen (bei feuchter Einstreu: nahe 1,0; bei trockener Oberfläche < 0,8 - 0,9). Auch dieser Zusammenhang (Feuchte/aw-Wert/Erregervermehrung) kann wiederum unter den Aspekten Ursache und Wirkung gesehen werden: Eine forcierte Vermehrung darmpathogener Bakterien führt zu entsprechend nachteiligen Effekten auf die Exkremente und Einstreuqualität; ist diese dann schlechter, steigt die Chance für eine Erregervermehrung in der Einstreu und damit auch das Risiko für Reinfektionen sowie eines Eintrags zoonotisch bedeutsamer Erreger in die Lebensmittelkette.

Zusammenfassung

In der Mastgeflügelhaltung sind Störungen der Fußballengesundheit seit Jahrzehnten als Bestandsproblem bekannt; besondere Aufmerksamkeit gewann die Fußballenentzündung (foot pad dermatitis, FPD) in jüngster Zeit unter den Aspekten Tierschutz (animal welfare) sowie Lebensmittelsicherheit (food safety) und Verbraucherschutz (consumer protection), da die Bedingungen, die für Fußballenerkrankungen disponieren, auch durch Infektionen des Magen-Darm-Trakts beeinflusst werden bzw. selbst zoonotisch bedeutsame Einträge in die Lebensmittelkette betreffen können. Die Qualität der Einstreu, d. h. insbesondere deren Feuchtegehalt, steht dabei im Fokus vielfältiger Bemühungen seitens der Fütterung und Haltung zur Entschärfung des Problems. Aus beiden Bereichen liegen auch diverse neuere experimentelle bzw. epidemiologisch ausgerichtete Studien vor, die im Kontext zu grundlegenden älteren Arbeiten vorgestellt und bewertet werden.

Von besonderem Interesse sind dabei solche Ansätze, die aus der Kenntnis der Zusammenhänge - Einstreufeuchte als Agens und Noxe, aber eben auch als Resultante von Primäreinflüssen - Chancen für eine Problemlösung bieten (bezieht sich auf die Fütterung und Haltung gleichermaßen). Besondere Berücksichtigung fanden im vorliegenden Beitrag die Exposition der Tiere („kritische“ Feuchte und Zeit), die Futterzusammensetzung (betrifft Komponenten und Inhaltsstoffe), die Mischfuttertechnologie, neuere Entwicklungen im Bereich der Haltung (u. a. Fußbodenheizung) sowie bestimmte Infektionen („Darmstabilität“) im Tierbestand.

Aus Zeit- und Platzgründen blieb die gezielte Ergänzung des Mischfutters mit bestimmten Futterzusatzstoffen wie Biotin, Methionin oder auch mit Zink, die in diesem Zusammenhang allesamt Beachtung verdienen, nicht zuletzt wegen ihrer nachweisbar günstigen Wirkungen auf die Fußballengesundheit, und zwar im „supranutritiven Bereich“, gänzlich unberücksichtigt. Dazu sei auf neuere publizierte Arbeiten (YOUSSEF et al. 2011c; ABD EL-WAHAB et al. 2013a) verwiesen. Ähnliches gilt für die Tränkwasserversorgung (vgl. KAMPHUES und RATERT 2013) – nicht zuletzt die diesbezügliche Technik – die bei dem Problem „feuchte Einstreu“ und Fußballengesundheit eigentlich besondere Ausführungen verdient hätte.

Dieser Beitrag wurde erstmalig veröffentlicht im Tagungsband:
„12. Tagung Schweine- und Geflügelernährung“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; am 01.09.2014 erfolgten Korrekturen und Ergänzungen der 2013 publizierten Version.

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Literatur

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