Nachhaltigkeit Geflügel - Geflügelwirtschaft


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06.01.2017

Weiterer Fall von Vogelgrippe in Sachsen-Anhalt bestätigt

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems, hat den Geflügelpestverdacht im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt bestätigt. Das hochpathogene Virus H5N8 ist bei fünf Proben nachgewiesen worden.

Alle notwendigen Maßnahmen sind sofort vom zuständigen Fachdienst Veterinärangelegenheiten und Gesundheitlicher Verbraucherschutz unter der Leitung von Dr. Marina Bradtke eingeleitet worden.

Betroffen ist eine Legehennenhaltung mit 33.300 Tieren in Brumby, einem Ortsteil von Staßfurt. Die Tiere sind in drei Ställen untergebracht. „Ansteckungsgefahr für Menschen oder Gefahr für Leib und Leben besteht nicht“, sagt Landrat Markus Bauer, der sofort einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse gebildet hat.

Da es sich bei dem betroffenen Stall um Junghennen handelt, die gerade erst beginnen zu legen, sind keine Eier von Tieren aus diesem Stall in den Handel gelangt, informiert Dr. Marina Bradtke.

Ein Sperrbezirk im Radius von drei Kilometer wird derzeit durch Kräfte des Katastrophenschutzes eingerichtet. Darin gelten besondere Bedingungen für Geflügel. Das Gebiet wird von der L 65 geschnitten. Lastkraftwagen, die Geflügel transportieren, sind angehalten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

In einem Radius von 10 Kilometer befinden sich Hühnerhalter im sogenannten Beobachtungsgebiet. Genaue Angaben über betroffene Kommunen sind in der der betreffenden Allgemeinverfügung nachzulesen.

Es liegen 50 Betriebe im Sperrgebiet mit nachfolgend hier registrierten 560 Hühnern, 32 Gänse und 135 Enten. Im Abstand von 3 Kilometern rund um den betroffenen Hof werden Veterinärmediziner am Freitag mit Untersuchungen und Probenahmen auf den Höfen der im Sperrgebiet liegenden Anwesen beginnen sowie Hinweise an die Tierhalter aushändigen. Landrat Markus Bauer fordert dazu auf, dass Geflügelhalter, ihre bisher noch nicht gemeldeten Tiere beim Veterinäramt anzumelden und sich unbedingt unter der angegebenen Nummer zu melden.

 

Quelle: Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt, 06.01.2017
 

 

 
Universität Vechta