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27.09.2017

Schmidt: „Informationsfluss auf EU-Ebene weiter verbessern“

In Brüssel wurden gestern Vorschläge zur Verbesserung des EU-weiten Krisenmanagements im Bereich der Lebensmittelsicherheit diskutiert

Bei einer von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis einberufenen Konferenz in Brüssel wurde gestern über EU-weite Konsequenzen aus dem Fipronil-Geschehen diskutiert. Auf Initiative von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatten sich bereits im Vorfeld Experten der zuständigen Behörden aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Österreich in Berlin getroffen, um in einer Arbeitsgruppe Vorschläge zur Verbesserung des Informationsflusses und der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten und mit den Kommissionsdienststellen zu erarbeiten. Aus Sicht der Arbeitsgruppe bieten folgende Kernbereiche Ansätze zur weiteren Verbesserung der Lebens- und Futtermittelsicherheit: der Informationsfluss zwischen den EU-Mitgliedsstaaten, die Koordinierung der Kontrolle auf EU-Ebene und die Koordinierung der Wissenschaft. Ziel ist es zudem, in jedem EU-Mitgliedstaat einen „Chief Food Safety Officer“ (CFSO) zu etablieren – eine fachliche versierte Kontaktperson zwischen den EU-Mitgliedsstaaten für aktuelle Fragen der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit sowie Betrugsfälle und kriminelle Angriffe auf die Lebensmittelkette.

Dazu erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt:
„Das Fipronil-Geschehen hat deutlich gemacht: Wir müssen den Informationsfluss auf EU-Ebene weiter verbessern. Deshalb haben wir gemeinsam mit Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Österreich die Initiative ergriffen, ein gemeinsames Papier mit Lösungsvorschlägen erarbeitet und dieses Konzept mit konkreten Maßnahmen der EU-Kommission vorgelegt.“

 

 Quelle: Presseinformation des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft; PM 88/17; 26.09.2017
Universität Vechta