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20.01.2017

Schmidt: „Das staatliche Label sorgt für mehr Tierwohl in den Ställen, gleichzeitig profitieren die Landwirte“

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat auf der Internationalen Grünen Woche 2017 das geplante staatliche Tierwohllabel vorgestellt.

Schmidt setzt bei der Entwicklung des Labels auf Information, Klarheit und leichte Verständlichkeit für die Verbraucher. Am staatliche Tierwohllabel können die Konsumenten zukünftig Produkte erkennen, bei deren Erzeugung höhere als die gesetzlichen Standards eingehalten wurden - und diese Information in ihre Kaufentscheidung einbeziehen. Dass das ein Wunsch vieler Verbraucher ist, zeigt der aktuelle BMEL-Ernährungsreport 2017. Demnach wünschen sich 79 Prozent der Befragten ein staatliches Tierwohllabel und 88 Prozent der Befragten würden mehr Geld für Lebensmittel ausgeben, wenn diese aus Haltungen mit höheren Tierwohl-Standards stammen.

 

"Produkte mit dem Tierwohllabel müssen bezahlbar sein. Klar ist aber auch: Tierwohl zum Nulltarif kann es nicht geben." Bundesminister Christian Schmidt

 

Das geplante staatliche Tierwohllabel soll mehrere Stufen umfassen – je höher die Stufe, desto besser die Haltungsbedingungen der Tiere. Geplant sind zunächst zwei Stufen. Eine dritte Stufe kann ergänzt werden, wenn sich nach der Markteinführung des Labels zeigt, dass es hierfür eine Nachfrage gibt.

Dem Tierwohllabel liegt ein umfangreicher Kriterienkatalog zu Grunde, der unter anderem die Größe der Ställe, Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere, Aufzuchtfragen und die Dauer von Tiertansporten umfasst.

Ziel ist es, das staatliche Tierwohllabel ab 2018 am Markt einzuführen. In einem ersten Schritt wird das Label für Schweinefleischprodukte entwickelt, danach wird es für Geflügelprodukte erweitert.

Mit dem Label sollen möglichst viele Verbraucherinnen und Verbraucher erreicht werden. Voraussetzung dafür ist, dass es gut bekannt und leicht verständlich ist. Zur Unterstützung der Markteinführung hat das BMEL daher bereits 70 Millionen Euro eingeplant.

 

 

 Quelle: http://www.bmel.de, 19.01.2017
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