Nachhaltigkeit Geflügel - Geflügelwirtschaft


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 29.08.2017

Projektkurs interessiert sich für Transparenz in der Tierhaltung und Fleischerzeugung

An zwei Tagen besuchten SchülerInnen des Gymnasiums Georgianum Lingen Standorte innerhalb der konventionellen Produktionskette der Geflügelfleisch- und Eiererzeugung

Für ein paar Schüler war die Wahl des Projektkurses Transparente Geflügelställe eher spontaner Zufall, als eine überlegte Wahl. Für die anderen persönliches Interesse, einmal zu sehen, wie die Tiere gehalten werden, bevor sie in den Kühltheken der Discounter als fertiges Fleischgericht liegen. Über den Weg vom Huhn zum Fleisch bekamen die 16 SchülerInnen der Jahrgänge 10 bis 12 und die beiden Erdkundelehrer an verschiedenen Standorten umfangreich Aufschluss.

Am Mittwoch begann die Exkursion in der Hauptzentrale der Unternehmensgruppe Rothkötter, einem Agrarunternehmen mit vertikal und horizontal integrierten Produktionsstufen bis zum auslieferfertigen Hähnchenfleischprodukt. Nach einer Einführung in die Unternehmensgeschichte und –abläufe informierten sich die Jugendlichen über die Rohstoffbeschaffung und die Herstellung von Mischfutter für die Hähnchenmast.

 

Die Rohware für das Rothkötter Mischfutterwerk wird zum Großteil über den Eurohafen an der Ems bezogen. Foto: WING

Anschließend besuchte die Gruppe einen Masthähnchenstall des Geflügelhalters Stefan Teepker in Freren. Er verkauft nach einem Mastdurchgang die Tiere an die Schlachterei Emsland Frischgeflügel, die auch zur Unternehmensgruppe Rothkötter gehört.

Um auch die andere Weise der Hühnerhaltung aus der Produktionskette Eiererzeugung kennenzulernen, führte Diplom-Geographin Ursula Welting vom Wissenschafts- und Informationszentrum Nachhaltige Geflügelwirtschaft (WING) der Universität Vechta am nächsten Tag die Schulprojektgruppe auf einen Legehennenhof. Hier konnten die Jugendlichen knapp 20.000 Legehennen im Stall und im Freiland laufen sehen.

Auf dem Hof der Familie Janning in Twist informierten sich die Jugendlichen über die Haltung von Legehennen in der konventionellen Freilandhaltung. Foto: WING

In der hofeigenen Eierpackstelle erfuhren die Gymnasiasten Wissenswertes zur Qualitätskontrolle und zu den Kriterien der Eiersortierung, bevor die Eier in den Abtransport gehen.

Feine Schalenrisse werden bei der Durchleuchtung der Eier erkannt. Bei Schalendefekten darf das Ei nur noch in die Eiweiterverarbeitung. Foto: WING

Universität Vechta