Nachhaltigkeit Geflügel - Geflügelwirtschaft


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10.11.2017

Morgen ist St. Martinstag

St. Martin ist das Fest zu Ehren des heiligen Martin von Tours.

Der Martinszug, das Martinssingen sowie das Martinsgansessen gehören am Martinstag zur Tradition in Mitteleuropa.

 

Mastverfahren von Gänsen in Deutschland
Je nach Haltungsdauer unterscheidet man bei Schlachtgänsen in Deutschland die Haltungsformen Frühmast, Jungtiermast (Mittelmast) und Spätmast (Langmast). Der traditionelle Weihnachtsbraten stammt von den Spät- oder Langmastgänsen, denn sie sind langsam wachsend.
(vgl. Berk, J., Geflügeljahrbuch 2016, S. 189).

Handel und Ökonomie
Im Jahr 2013 gab es in Deutschland 4.600 Gänsehalter mit insgesamt 544.000 Gänsen. Festzustellen war in 2016 (v) ein Pro-Kopf-Verbrauch an Gänsefleisch von 400 g. Damit gab es einen Verbrauchszuwachs von 100 g im Vergleich zu 2015. Die Gänseschlachtungen in meldepflichtigen Betrieben konnten um 4 % auf 3.074 t SG zulegen.

Der Selbstversorgungsgrad bei Gänsefleisch ging 2016 (v) deutlich auf 13,7 % zurück (2015: 18,3 %), Deutschland blieb damit ein Importmarkt. Die Gänse für den deutschen Markt stammten vor allem aus Polen, gefolgt von Ungarn.

Die Gesamteinfuhren von Gänsefleisch setzten sich mit 13.164 t aus ganzen Tieren (einschließlich Hälften und Viertel) und mit 11.130 t aus Gänseteilen (Brüste, Schenkel, entbeinte Teile (inkl. Separatorenfleisch)) zusammen. Dabei wurden ganze Tiere zu 74 % aus Polen und zu 25 % aus Ungarn eingeführt. Auch bei den deutschen Importen von Gänseteilen handelte es sich zu 61 % um Ware aus Polen und zu 37 % aus Ungarn.
(vgl. Geflügeljahrbuch 2018/MEG Marktbilanz 2017)

(v)-vorläufig
SG-Schlachtgewicht

Universität Vechta