Nachhaltigkeit Geflügel - Geflügelwirtschaft


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 17.05.2017

Grundschüler und Kindergartenkinder aus Hage verbringen einen Vormittag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Norden

Herr Tjade Peters aus Norden öffnete nicht nur das Tor seines Getreidelagers, auch der Masthähnchenstall mit den gerade eingestallten Küken durften besucht werden.

 

Fährt man durch den Landkreis Aurich bis an die Küste, so fallen einem grüne Wiesen, Kühe und Rinder in offenen Ställen oder auf den Weiden auf. Doch der Hof Peters in der Gemeinde Norden lebt vom Getreideanbau und der Hähnchenmast.

Für den Weg vom Futter bis zum verzehrbaren Hähnchenfleisch interessierten sich die Klasse 3 der Grundschule Hage und einige Kinder der Kita Küstenkinder aus Hage. Sie beschlossen mit ihren Lehrern und Pädagogen, einmal einen Tierhalter auf seinem Hof zu besuchen.

Um einen altersgerechten Einstieg rund um das Huhn und die landwirtschaftliche Tierhaltung von Hühnern zu erhalten, brachte Frau Welting vom WING (Wissenschafts- und Informationszentrum Nachhaltige Geflügelwirtschaft) der Universität Vechta kurze Erklärungen und bildliche Darstellungen in den Unterricht der Klasse 3 sowie im Sitzkreis der Kindergartengruppe ein.

Letzte Woche Mittwoch starteten dann die Kinder zum Hof von Tjade Peters in das benachbarte Norden. Dort angekommen, erwartete sie drei Stationen. Zum einen das Getreidelager mit Weizen aus eigenem Anbau, der Masthähnchenstall mit 8 Tage alten Küken und eine Info- und Quizstation rund um die Masthähnchenhaltung des WING.

Die Kinder erfuhren, dass Tjade Peters einen großen Teil seines erzeugten und gelagerten Weizens an seine Masthähnchen verfüttert. Neben anderen Futterzutaten wird das Futter an die Wachstumsphasen der Masthühner angepasst. Dass die Küken jetzt noch deutlich mehr Wärme benötigen als im späteren Lebensalter eines vollbefiederten Masthuhns, bemerkten die Kinder beim Eintritt in den Stall. Hier herrschte eine Temperatur von 32 °C.  

 

   

Behutsam übernahmen die Kinder die eine Woche alten Küken aus den Händen von Geflügelhalter Tjade Peters.

 

Entzückt waren die Kinder vom Anblick der ca. 30.000 gelben flauschigen Küken im Stall. Die meisten Kinder nahmen das Angebot, ein Küken auch mal in die Hand zu nehmen, gerne in Anspruch. Schutzkleidung und vorherige Desinfektion der Hände machte den direkten Kontakt zum Küken möglich, ohne das Risiko einer Keimübertragung in den Stall einzugehen.

 

Quelle: Ursula Welting, WING
Fotos: Maren Ziegler, LHV Ostfriesland

 

Universität Vechta