Nachhaltigkeit Geflügel - Geflügelwirtschaft


Sie sind hier:     

04.12.2017

Erdkunde-Fachlehrer gehen dem Unterrichtsthema „Strukturwandel und Spezialisierung in der deutschen Landwirtschaft“ auf die Spur

Die Fachgruppe Erdkunde des Schillergymnasiums Hameln machte sich ein Bild davon, wie über das Schulbuch hinaus SchülerInnen der strukturelle Wandel in der Landwirtschaft umfassender dargestellt werden kann.

Wie gestalten sich die Spezialisierung und die vertikale Unternehmensintegration innerhalb der Geflügelwirtschaft in Niedersachsen, der Hochburg der Geflügelfleisch- und Eierproduktion Deutschlands? Was hat sich räumlich in den letzten 50 bis 60 Jahren verändert? Diesen Fragen gingen sieben Gymnasiallehrer am vorletzten Freitag und Samstag (24. und 25.11.) auf einer Exkursion, begleitet von Frau Dipl.-Geogr. Ursula Welting (WING, Universität Vechta) nach.

Am Freitag stand die Produktion von Hähnchenfleisch im Fokus. In Barsinghausen, Großraum Hannover, standen 1/3 der 31.000 Masthähnchen von Geflügelhalter Arndt von Hugo ein paar Stunden vor der Abholung zur Schlachtung. Vom Besucherfenster aus wirkte der Stall voll besetzt. Doch als die 7-köpfige Gruppe in Schutzkleidung den Stall betrat, änderte sich das subjektive Bild. Die Tiere hatten ausreichend Bewegungsfreiheit, sich im Stall von den Besuchern zu entfernen.

 

Geflügelhalter Arndt von Hugo zeigt den Besuchern ausgewachsene Masthühner. Foto: WING

Dieser sogenannte Vorfang von einem Drittel des Bestandes, so erfuhr die Lehrergruppe, dient auch dazu, den verbleibenden 2/3-Anteil des Bestandes 7 bis 10 Tage weiter zu mästen und somit die erlaubte Tierbesatzdichte nicht zu überschreiten. Wohin der Weg der schlachtreifen Tier sich dann fortsetzt, war der zweite Standort der Besuchergruppe. Nach einer Begrüßung und einem Überblick über die vertikale Integration innerhalb der Unternehmensgruppe Rothkötter besuchten die GymnasiallehrerInnen den Schlachhof Celler Land Frischgeflügel in Wietze.

Am nächsten Tag stellte sich die Frage, woher kommt das Futter? Im Mischfutterwerk For Farmers in Vechta-Langförden konnte die Gruppe sich ein Bild davon machen, wie die Rohprodukte weiterverarbeitet werden und zu fertigem Mischfutter für die jeweiligen Nutztierarten und Altersphasen des Tieres zusammengefügt werden.

Gymnasiallehrer aus Hameln besichtigen die Futtermühle For Farmers in Vechta-Langförden. Foto: WING

 

Später fuhren die Gymnasiallehrer mit Frau Welting zu einem Legehennenhof im Landkreis Nienburg. Dessen 23.000 Legehennen in Freilandhaltung erhalten das Futter von For Farmers.

 

 Ehepaar Beke-Bramkamp aus Diepenau/Nienburg demonstrieren die Eisortierung. Foto: WING

 

Mit einem Besuch des Stalles und Freilandbereiches, der Eisortier- und Packstelle sowie dem Hofdirektverkauf schloss sich der Kreis der Konsumeierzeugung in anschaulicher Weise.

 

Quelle: UW, WING, 04.12.2017

 

 


< Back

Universität Vechta