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20.01.2017

Deutsche Geflügelwirtschaft zum geplanten Staatlichen Tierwohllabel

Staatliches Tierwohllabel muss verbindlich für alle Vertriebswege gelten und mit nationaler Herkunftskennzeichnung verknüpft sein

Gestern hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf der Internationalen Grünen Woche erste Eckpunkte des geplanten Staatlichen Tierwohllabels vorgestellt. Das nimmt der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG) zum Anlass für folgende Positionierung zum geplanten Label:

  • Die deutsche Geflügelwirtschaft steht dem Entstehungsprozess eines staatlichen Tierwohllabels Aufgeschlossen gegenüber.
  • Die deutsche Geflügelwirtschaft fordert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das staatliche Tierwohllabel zwingend mit einer nationalen Herkunftskennzeichnung zu verbinden.
  • Das Staatliche Tierwohllabel muss zeitgleich für die Sektoren Geflügel und Schwein an den Start gehen.
  • Das Staatliche Tierwohllabel muss auf eine freiwillige Teilnahme der Tierhalter setzen und verbindlich für sämtliche Vertriebswege gelten, namentlich für Lebensmitteleinzelhandel, Großverbrauchersegment und Direktvermarkter.
  • Das Staatliche Tierwohllabel muss sicherstellen, dass die bestehenden rechtlich zugelassenen Haltungsformen nicht diskriminiert werden.
  • Das Staatliche Tierwohllabel sollte das seit gut zwei Jahren erfolgreiche Branchenbündnis Initiative Tierwohl in sinnvoller Weise ergänzen, auf dessen Strukturen zurückgreifen und die Partner des Branchenbündnisses bei der Entwicklung einbeziehen.
  • Die Leistungen der Tierhalter müssen in angemessener Weise honoriert werden. Dafür ist es erforderlich, dass sämtliche Abnehmer – Lebensmitteleinzelhandel genauso wie Großverbraucher – in einen entsprechenden Tierwohlfonds nach dem Vorbild der Initiative Tierwohl einzahlen.
  • Das Staatliche Tierwohllabel sollte intensiv vorbereitet und auf fachlich fundierter Basis eingeführt werden sowie auf dem Konsens aller Beteiligten beruhen.
  • Zu Fragen der Organisationsstruktur und konkreten Umsetzung sollten Experten der Geflügelwirtschaft eingebunden werden.

 

 Quelle: Pressemitteilung Deutsche Geflügelwirtschaft, 19.01.2017

 
Universität Vechta