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06.03.2017

„Damit deutsche Eier immer ein sicheres Lebensmittel sind“: BDE stellt Hygieneleitlinie für Eierpackstellen in Neuauflage vor

Um ein Höchstmaß an Verbraucherschutz zu gewährleisten, ist die Einhaltung eines hohen Hygienestandards in den Eierpackstellen von zentraler Bedeutung.

BERLIN. Verbraucherschutz, Lebensmittelsicherheit und Hygiene haben in der deutschen Eiererzeugung einen herausragenden Stellenwert. Um ein Höchstmaß an Verbraucherschutz zu gewährleisten, ist die Einhaltung eines hohen Hygienestandards in den Eierpackstellen von zentraler Bedeutung. Zu diesem Zweck hat der Bundesverband Deutsches Ei e. V. (BDE) in den zurückliegenden zwei Jahren die Hygieneleitlinie für Eierpackstellen aktualisiert und grundlegend überarbeitet. Jetzt liegt das Regelwerk in zweiter Auflage vor. „Wir freuen uns sehr, den Verantwortlichen in den deutschen Eierpackstellen mit der aktualisierten Hygieneleitlinie eine zuverlässige Hilfestellung und eine sichere Orientierung zu bieten“, sagt Günther Scheper, BDE-Vorsitzender und Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG). Die von der EU-Kommission als Leitlinie für eine gute Verfahrenspraxis nach Artikel 8 der VO (EG) Nr. 852/2004 anerkannte und von den Betrieben freiwillig umgesetzte Hygieneleitlinie enthält für die tägliche Praxis in den Eierpackstellen wertvolle Hinweise zur stetigen Kontrolle und Verbesserung der Hygienestandards im eigenen Unternehmen. „Denn wir als gesamte Branche der Eiererzeugung haben jeden Tag ein gemeinsames Ziel vor Augen“, sagt Scheper: „Deutsche Eier sollen immer ein sicheres und hochwertiges Lebensmittel sein.“

 

Hygieneleitlinie unterstützt Eierpackstellen bei täglicher Arbeit

Die Eierpackstellen sind ein wichtiger Teil der Erzeugungskette von Eiern in Deutschland. Hier werden täglich Eier sortiert, kontrolliert, gekennzeichnet, verpackt und zum Weitertransport gelagert. „Die Mitarbeiter einer Eierpackstelle haben ein hohes Maß an Verantwortung und eine ausgeprägte Sorgfaltspflicht, um einen bestmöglichen Verbraucherschutz und ein je- derzeit sicheres Produkt zu gewährleisten“, so Scheper. Für die hier tätigen Menschen ist die Hygieneleitlinie als Unterstützung in ihrer täglichen Arbeit gedacht: Praxisgerecht und zeitgemäß soll die Leitlinie den Packstellen die Erfüllung aller für das Sortieren, Kennzeichnen, Verpacken, Umpacken und Lagern von Eiern geltenden rechtlichen Anforderungen erleichtern. Auf 40 Seiten bietet sie Auslegungshilfen, Einheitlichkeit und Rechtssicherheit bei der Bewertung von betriebsspezifischen Eigenkontrollsystemen.

Erarbeitet wurde die Hygieneleitlinie für Eierpackstellen von der innerhalb des BDE etablierten Arbeitsgruppe „Hygiene in Eierpackstellen“. In diese Arbeitsgruppe haben Vertreter aus Erzeugung, Wirtschaft, Verbänden sowie Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden ihre Kenntnisse über Anforderungen an die Hygiene in Eierpackstellen eingebracht. Dieser Arbeitsgruppe gelte der besondere Dank der gesamten Branche, so Scheper: „Die akribische Detailarbeit war überaus wertvoll und sehr hilfreich.“

Die Hygieneleitlinie für Eierpackstellen gilt grundsätzlich für alle Packstellen, unabhängig von ihrer Größe und dem Kundenkreis. Und: Obwohl die Leitlinie auf die Sortierung und Verpackung von Hühnereiern ausgerichtet, ist eine Übertragbarkeit der Hygienegrundsätze auch auf die Eier anderer Geflügelarten (z. B. Wachteln, Enten, Puten, Gänsen) gegeben.

Erhältlich ist die Hygieneleitlinie für Eierpackstellen ab sofort beim Bundesverband Deutsches Ei e. V. gegen eine Schutzgebühr von 20 Euro.

 
Quelle: ZDG, 3. März 2017

 

 

 

 

 
 

 

 
Universität Vechta