Nachhaltigkeit Geflügel - Geflügelwirtschaft


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10.01.2017

Aviäre Influenza in Rheinland-Pfalz und Bayern

Im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz als auch im Landkreis Neustadt in Bayern wurde die Vogelgrippe in einer Rassegeflügelzucht und in einem Hobbygeflügelbestand nachgewiesen.

In der Gemeinde Wörth des Landkreises Germersheim in Rheinland-Pfalz gibt es einen ersten Fall von Aviärer Influenza bei gehaltenem Geflügel. Betroffen ist eine große, gemeinschaftliche Rassegeflügelzucht von 20 Züchtern, die in der Anlage 450 Enten und Gänse halten. In dem Bestand wurde das Aviäre Influenzavirus vom Typ H5 nachgewiesen. Die genaue Spezifizierung des Subtyps durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) steht noch aus. Das zuständige Veterinäramt des Kreises Germersheim hat die Räumung des Bestandes angeordnet. Ein Sperr- und Beobachtungsgebiet wurde eingerichtet.

Die Zuchtgemeinschaft hat Widerspruch gegen die Tötungsanordnung des Landkreises eingelegt. Die Entscheidung des zuständigen Gerichts wird in Kürze erwartet. Sollte die Anordnung bestehen bleiben, wird morgen früh mit der Tötung der Tiere begonnen.

In einem kleinen Hobbygeflügelbestand mit knapp 20 Tieren im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim in Bayern gibt es einen Fall von Aviärer Influenza bei gehaltenem Geflügel. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat Aviäre Influenzaviren des Subtyps H5 labordiagnostisch nachgewiesen. Diesen Befund hat das Nationale Referenzlabor für Aviäre Influenza/Geflügelpest am Friedrich Loeffler-Institut (FLI) bereits bestätigt.

Weitere Untersuchungen zur näheren Differenzierung, ob es sich um die hochpathogene Form (Geflügelpest) handelt, laufen derzeit am FLI. Das zuständige Veterinäramt des Landratsamtes in Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim hat umgehend die erforderlichen Maßnahmen laut Geflügelpestverordnung ergriffen. Der Bestand wurde gesperrt, eine Überwachungszone wird derzeit eingerichtet. Die Tiere im Bestand wurden gekeult. Das Landratsamt klärt, auf welchem Weg der Erreger in den Geflügelbestand gelangt ist und welche Kontaktbetriebe es gibt.

 

Quelle: ZDG, Landkreis Neustadt, 10.01.2017
 

 

 
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