Nachhaltigkeit Geflügel - Geflügelwirtschaft


Sie sind hier:     

31.01.2017

Aktuelles zur Geflügelpest im Landkreis Regensburg

Untersuchungen der Geflügelhaltungen laufen - Weitere Sperrbezirke wurden eingerichtet

REGENSBURG (RL). Nach Bekanntgabe des ersten bestätigten Falles von Geflügelpest bei einer Hausgans aus dem Hobbybestand eines Geflügelhalters in Lappersdorf laufen nun die ersten klinischen und virologischen Untersuchungen der insgesamt 72 Geflügelhaltungen innerhalb des Sperrbezirks - im Radius von drei Kilometern um das betroffene Gehöft. Das Veterinäramt ist mit bis zu fünf Teams am Tag unterwegs; innerhalb einer Woche sollen diese Untersuchungen abgeschlossen sein. Einzelne Proben werden an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen zur labordiagnostischen Untersuchung geschickt. Es gilt strikte Aufstallungspflicht, innerhalb des Sperrbezirks dürfen Geflügelhalter ihren Bestand nicht verändern. Bereits beim Nachweis von Aviären Influenzaviren des Subtyps H5 bei einem Tier, müsste das Veterinäramt eine Keulung des gesamten Bestandes durchführen. Was die umfangreichen amtstierärztlichen Untersuchungen der Geflügelhaltungen betrifft, hat die Regierung der Oberpfalz Unterstützung aus benachbarten Landkreisen abgeordnet. Im Beobachtungsgebiet werden keine Untersuchungen durchgeführt. Es gelten jedoch die in der Allgemeinverfügung genannten Verbote und Beschränkungen.

 

Bußgeldverfahren gegen betroffenen Geflügelhalter aus Lappersdorf eingeleitet

Der Hobbyzüchter, in dessen Bestand der erste Fall von Geflügelpest im Landkreis Regensburg aufgetreten ist, hatte sein Wassergeflügel (Enten, Gänse und Schwäne) entgegen der Aufstallpflicht nicht im Stall gehalten. Dadurch kam es mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Kontakt mit Wildvögeln zu einem Viruseintrag in den Bestand des Züchters. Das Landratsamt hat daher ein Bußgelderfahren gegen den betroffenen Geflügelhalter eingeleitet. Jedoch erst, wenn festgestellt werden kann, welches Ausmaß die Verbreitung des Virus genommen haben wird, kann die Ordnungswidrigkeit verbeschieden werden. Ein vorsätzlicher oder fahrlässiger Verstoß gegen die Aufstallungsanordnung kann mit einer Geldbuße bis zu dreißigtausend Euro geahndet werden. Der Bestand des Geflügelhalters wurde bereits nach Bekanntwerden des Verdachts gesperrt. Bereits am Freitagabend wurden die 34 Hühner, Enten, Gänse und Schwäne gemäß Geflügelpestverordnung gekeult.

 

Weiterhin Verdacht auf Geflügelpest bei zwei Wildvögeln – Das Landratsamt hat weitere Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete eingerichtet

Im Falle der an der Naab (Gemeinde Pettendorf) aufgefundenen Wildgans und des an der Donau (Gemeinde Pentling) verendeten Schwans, steht das Ergebnis durch das Friedrich-Loeffler-Institut, ob es sich bei den Wildvögeln um die hochpathogene Form des Virus H5 N8 handelt, noch aus. Trotzdem hat das Landratsamt um beide Fundorte im Radius von drei Kilometern ein Sperrgebiet sowie im Umkreis von zehn Kilometern ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Gemäß Allgemeinverfügung gelten die Restriktionszonen ab sofort.

 

 

Quelle: https://www.landkreis-regensburg.de, Landratsamt Regensburg, Abteilung Veterinäramt, 30.01.2017

 

 

 

 

 

 
 

 

 
Universität Vechta