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 22.08.2017

Aktualisierte Bewertung von gesundheitlichen Risiken durch den längerfristigen Verzehr von Fipronilhaltigen Lebensmitteln

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass illegale Anwendungen von Fipronilhaltigen Mitteln offenbar über einen längeren Zeitraum erfolgt sind. Daher wird ein längerfristiger Verzehr von Fipronilhaltigen Lebensmitteln bei der Risikobewertung berücksichtigt.

Für die aktualisierte Einschätzung wurde eine durchschnittliche tägliche Aufnahmemenge ermittelt. Die Schätzung zum Verbraucherrisiko erfolgte aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten weiterhin mit einer Reihe sehr konservativer Annahmen, wobei die tatsächlich zu erwartende Exposition der Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich unter den hier geschätzten Expositionen liegen sollte.

Basierend auf deutschen und europäischen Verzehrdaten (NVS II-Modell und EFSA PRIMo (Rev.2)) ergibt die aktualisierte Bewertung für keine der betrachteten Verbrauchergruppen eine Überschreitung des ADI-Wertes (0,0002 mg/kg Körpergewicht und Tag) durch den Verzehr von Fipronilhaltigen Hühnereiern und Hühnerfleisch, inklusive aller daraus zubereiteten Lebensmittel. Für Kinder und Erwachsene wurde, bezogen auf das aktuelle Fipronil-Geschehen, eine Ausschöpfung des ADI-Wertes von 39 % bzw. 12 % mit Verzehrdaten für die deutsche Bevölkerung errechnet. Für die verschiedenen europäischen Verbrauchergruppen wurden Ausschöpfungen des ADI-Wertes von bis zu 40 % ermittelt.

ADI steht für „Acceptable Daily Intake“ (duldbare tägliche Aufnahmemenge) und gibt die Menge eines Stoffes an, die ein Verbraucher täglich und ein Leben lang ohne erkennbares Gesundheitsrisiko aufnehmen kann.

Die aktualisierte Schätzung des Verbraucherrisikos durch den Verzehr von Fipronilhaltigen Hühnereiern und Hühnerfleisch inklusive aller daraus zubereiteten Lebensmittel ergab keine Überschreitungen der lebenslang duldbaren täglichen Aufnahmemengen, so dass eine gesundheitliche Gefährdung unwahrscheinlich ist.

>>> Lesen Sie hier die vollständige Meldung

Quelle: Aktualisierte Mitteilung Nr. 023/2017 des BfR vom 21. August 2017, Diese aktualisierte Mitteilung ersetzt die Mitteilung Nr. 21/2017 des BfR vom 11. August 2017

 

Gesundheitliche Bewertung von Fipronilgehalten in Hühnerfleisch in Deutschland

Basierend auf ersten Analysenergebnissen von Jung- und Legehennen aus den wenigen in Deutschland betroffenen Betrieben

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat am 30. Juli 2017 auf Basis einer Mitteilung im europäischen Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) eine Risikobewertung erstellt:
http://www.bfr.bund.de/cm/343/gesundheitliche-bewertung-der-in-belgien-nachgewieseneneinzeldaten-von-fipronilgehalten-in-lebensmitteln-tierischen-ursprungs.pdf

Auf Basis amtlicher Analysenergebnisse aus Deutschland hat das BfR eine Bewertung der wenigen bislang übermittelten Daten zu Hühnerfleisch vorgenommen. Die Daten stammen ausschließlich von Jung- und Legehennen aus den wenigen in Deutschland betroffenen Betrieben. Die Daten aus Deutschland zu Gehalten von Fipronil erreichten Werte bis zu 0,175 mg pro kg in Hühnerfleisch. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde ein Fipronil-haltiges Mittel illegal in Ställen, in denen Legehennen zur Eiproduktion gehalten werden, eingesetzt. Fleisch von Legehennen kann beispielsweise als Suppenhuhn verwendet werden. Die Erzeugung von Broilern oder Masthähnchen erfolgt in gesonderten Betrieben. Dem BfR liegen keine
Hinweise für den Einsatz von Fipronil in solchen Betrieben vor.

Die gesundheitliche Risikobewertung der gemessenen Fipronilgehalte erfolgte auf Basis einer Ausschöpfung der akuten Referenzdosis (ARfD). Die ARfD ist definiert als diejenige Substanzmenge pro kg Körpergewicht, die über die Nahrung mit einer Mahlzeit oder innerhalb eines Tages ohne ein erkennbares gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und
Verbraucher aufgenommen werden kann.

Nach derzeitiger Datenlage und wissenschaftlichen Kenntnisstand ist eine akute gesundheitliche Gefährdung der betrachteten Verbrauchergruppen, einschließlich Kinder, unwahrscheinlich.

 

>>> Lesen Sie hier die vollständige Meldung

Quelle: Mitteilung Nr. 021/2017 des BfR vom 11.08.2017

 

10/11.08.2017

Fipronil in eihaltigen Lebensmitteln: Einschätzungen zum maximal tolerablen täglichen Verzehr

Mitteilung Nr. 019/2017 des BfR vom 10. August 2017

Eier werden zur Herstellung einer Vielzahl von Lebensmitteln verwendet. Der Anteil in den verschiedenen Lebensmitteln variiert. Dabei ist bei Lebensmitteln, die unter Zusatz von Eiern hergestellt werden, in der Regel von einer Verdünnung der Fipronil-Konzentration auszugehen.

Dem BfR liegen bisher keine Messwerte zu eihaltigen Lebensmitteln vor. Daher wurde für verschiedene Expositionsszenarien und Lebensmittel eine Modellrechnung durchgeführt, die Rückschlüsse auf den maximal tolerablen täglichen Verzehr eihaltiger Lebensmittel ermöglicht, ohne dass ein akutes gesundheitliches Risiko zu erwarten ist.

>>> Lesen Sie hier die vollständige Meldung

Quelle: BfR, 10.08.2017

 

 


09.08.2017

Gesundheitliche Bewertung von ersten Analysenergebnissen zu Fipronilgehalten in Lebensmitteln in Deutschland

Aktualisierte Mitteilung Nr. 017/2017 vom 8. August 2017

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat am 30. Juli 2017 auf Basis einer Mitteilung im europäischen Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF), derzufolge in Belgien Gehalte bis zu 1,2 mg/kg von Fipronil in Eiern und Hühnerfleisch festgestellt wurden, eine Risikobewertung erstellt.
(http://www.bfr.bund.de/cm/343/gesundheitliche-bewertung-der-in-belgien-nachgewiesenen-einzeldaten-von-fipronilgehalten-in-lebensmitteln-tierischen-ursprungs.pdf)

Auf Basis von neuen amtlichen Analyseergebnissen aus Deutschland hat das BfR eine Bewertung der bislang wenigen übermittelten Daten vorgenommen. Die Daten aus Deutschland zu Gehalten von Fipronil erreichten Werte bis zu 0,45 mg/kg in Eiern. Nach dieser Datenlage ist nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand eine akute gesundheitliche Gefährdung der betrachteten Verbrauchergruppen, einschließlich Kinder, unwahrscheinlich.

 

  • Lesen Sie hier die vollständige Meldung
 
Quelle: aktualisierte Stellungnahme Nr. 017/2017 des BfR vom 08. August 2017
Universität Vechta